Leipziger WissensSpuren
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Wissen — Glauben — Fake
Nachdenken darüber, was wir (zu) wissen (glauben).
Ein Mann mit Fake News auf dem Weg zur Presse. Ausschnitt aus “The fin de siècle newspaper proprietor”. Farblithographie von Frank Opper (7. März 1894). Library of Congress Prints and Photographs Division.
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Eric Kaplan war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung erfolgreicher amerikanischer Fernsehserien, wie der „Late Show with David Letterman“, den „Simpsons“ und „The Big Bang Theory“. Im Oktober 2015 publizierte er ein (leider vergriffenes) Buch, „Does Santa exist?“, mit einer philosophischen Spurensuche zum Wissen über gesichertes Wissen, anhand der Frage nach der Existenz des Nikolaus. Er präsentierte in dem Buch einen spielerischen und philosophischen Zugang zu Fragen, die sich seitdem immer drängender stellen

  • Was sind Fakten?
  • Was wissen wir, und was können wir wissen?
  • Wie verändert sich Wissen?
  • Wie wird es manipuliert?
  • Wo liegt die Grenze zwischen Wissen und Glauben?

Die Fragen sind hochaktuell aufgrund von Entwicklungen, die beim Erscheinen des Buches abzeichneten:
Im Januar 2016 argumentierte Kellyanne Conway, Wahlkampfmanagerin und Beraterin von Danald Trump, dass der Pressesprecher des Weißen Hauses bei den Angaben über die Anzahl Besucher bei der Amtseinführung von Präsident Trump nicht gelogen habe, sondern alternative Fakten präsentiert hätte.
In Dezember 2016 öffnete ein reddit-Nutzer mit dem Nutzernamen deepfakes einen Nachrichtenkanal, in dem sich Nutzer austauschten über das Verwenden von KI zum Austauschen von Gesichtern in Bildern und Filmen.

Wir setzen die Fragen in einen politischen und historischen Kontext:
Fake News gibt es seit mehr als 130 Jahren (siehe Bild im Kopf).
Desinformationskampagnen werden seit mehr als 100 Jahren im Wettbewerb der politischen Systeme eingesetzt.
Werbecampagnen werden seit spätestens 1929 mit neuesten Erkenntnissen der Soziologie und Psychoanalyse optimiert, damals in der Torches of Freedom-Kampagne für das Zigarettenrauchen emanzipierter Frauen.
Einfache Wahrheiten sind das Grundprinzip der Propaganda

Ich kann wieder sehr viel lernen; vor allem, daß das Volk meistens viel primitiver ist, als wir uns das vorstellen. Das Wesen der Propaganda ist deshalb die Einfachheit und die Wiederholung. Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringen kann, und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser vereinfachten Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen. Wer einen anderen Weg einschlägt, mag den oder jenen labilen Intellektuellenkreis beeinflussen, das Volk ist er nicht einmal an der Oberfläche zu ritzen in der Lage.
— In: Joseph Goebbels, Tagebuch (29. Januar 1942)

Wir bieten zu dem Thema einen halbtägigen Workshop an, der sich speziell an Schulklassen richtet. Dabei machen wir uns auf die Suche nach dem Anfängen und Auswüchsen politischer Kommunikation, von «Agitation, Agitprop und Propaganda», der Bespitzelung von «Privat- und Intimsphäre», der «Einflussnahme durch Werbung» in Ost und West, und das «Ausspionieren und Manipulieren» von Wählern, von Kunden und von Nutzern Sozialer Medien.

Aufbauend auf der Diskussion zu Fakten und Wissen, kann dann eine Auswahl der folgenden Themen bearbeitet werden:

  1. Politische Manipulation durch «Agitation, Agitprop und Propaganda»
  2. Das Ausspionieren von Bürgern im Dritten Reich und in der DDR
  3. Cambridge Analytics und das EU-Mitgliedschaftsreferendum im Vereinigten Königreich 2016
  4. Wie erkennt man Fake News?
  5. Wie erkennt man Deep Fakes?
  6. «Cui bono?» und «Follow the money»
  7. Wie schützt man sich vor Manipulation?
  8. Achtsamer Umgang mit dem Internet und Sozialen Diensten
  9. Datenschutz und das Recht auf Privatsphäre
  10. Wo und wie bekommt man Hilfe?

Das Arbeitsmaterial zu dem Workshop basiert auf Diskussionen in unseren Exkursionen, mit Nachlesen in unserem Blog.

Der Workshop wird auf Deutsch und auf Englisch angeboten.

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