Welches Wissen hat es in die WissenSchaf(f)t geschafft?
Jürgen Vollmer
Am 20. Juni, zur Langen Nacht der Wissenschaften, spüren wir den historischen, kulturellen und politischen Dimensionen der Kanonisierung von Wissen nach. Der Abend beginnt um 18:00 mit einem Vortrag im Buch- und Schriftmuseum. Im Anschluss um 18:30 begeben wir uns auf einem Langen Nachtspaziergang auf die Spurensuche nach der Rezeptionsgeschichte von Persönlichkeiten und ihrer Beiträge zu unserer Wissenskultur.
Treffpunkt und Ablauf
18:00. Vortrag im Buch- und Schriftmuseum
#IchBinHanna: 1000 Jahre prekäre Berufsaussichten
Prof Dr Jürgen Vollmer
Inst für Theoretische Physik, Univ Leipzig)
Als junger PostDoc erklärte mir ein älterer Kollege, dass er „jungen Leuten dringlich von einer wissenschaftlichen Karriere abrate: In seiner Studienzeit wäre noch jeder, der sich nicht bewusst dagegen entschieden hätte, auf einen Lehrstuhl berufen worden.“ Wurde dann auch jede, die sich nicht bewusst dagegen entschied auf einen Lehrstuhl berufen? Hatte nicht Leonardo gemalt und Goethe geschrieben, um Freiräume für ihre wissenschaftliche Arbeit zu schaffen? In meinem Vortrag begebe ich mich auf eine Spurensuche nach Persönlichkeiten, die neue Wege gingen und gläserne Decken durchbrachen.
Die Ankündigung finden Sie auch im Programm der DNB zur Langen Nacht der Wissenschaften.
18:30. Spaziergangs durch die Nacht
Treffpunkt:
Lobby der Nationalbibliothek
Wir laufen durch die Linnéstraße und die Liebigstraße in die Innenstadt. In den Forschungsinstituten und Sammlungen auf dem Weg lernen wir bekannte und weniger bekannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kennen — und wir tauschen uns darüber aus,
- wessen Forschungsresultate wir rezipieren,
- an wen wir uns erinnern,
- aus welchen Gründen Menschen erinnert und Wissen kanonisiert wird.
Reservierungen
Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten in den besuchten Instituten können maximal 30 Personen an dem Spaziergang teilnehmen. Bis zum 19. Juni können Sie sich auf unserer Buchungsseite für die Tour anmelden. Restkarten gibt es am 20. Juni ab 17:00 an der Rezeption der Nationalbibliothek.